Ich 1959 geboren, stamme noch aus der Generation der Analogfotografie. Meine ersten Erfahrungen lagen darin, das mein Vater die Kamera besaß und ich oft das Motiv war. Blinzelnd stand ich oft im Blick zur Sonne, und wartete ungeduldig bis mein Vater die richtige Belichtung an der Kamera eingestellt hatte.

 

Dann war es endlich soweit. Mit 11 Jahren durfte ich eine ausrangierte Kamera meines Vaters als eigen nennen. Eine Agfa Billy Record 1 mit 6×9 Rollfilm. Beim Druck eines Knopfes, öffnete sich vorne eine Klappe und ein Faltbalgen mit Linse kam zum Vorschein. Drei Einstellungen konnte ich vornehmen. Blende, Zeit und Fokussierung.
Vor den Ferien in Holland legte mein Vater erstmals einen Rollfilm in meiner Kamera. 8 Bilder in Schwarzweiß. Wow! Voller Stolz lief ich durch die Gegend und suchte nach Motive die nicht schwer zu finden waren. An allen Ecken schaute ich durch das Okular und simulierte somit ein Foto. Dann kam der Moment. Das erste Foto von acht sollte im Kasten. Am Strand saß meine Mutter mit meinen beiden Geschwistern in einer von Sand gebauten Grube. Ich rief! Ich mache jetzt ein Foto! Alle mal lächeln! Drückte auf den Auslöser, der aber hakte. Ich rief zur Mutter, der Auslöser klemmt! Sie sagte, zeig mal her! Ich gab ihr die Kamera. Dann hielt sie die Kamera in Richtung Sandboden, und löste aus…

Ich weiß nur noch das ich entsetzt war. Konnte nur noch 7 Fotos schießen. Das zweite aber war ein voller Erfolg. Von da an war mein Hobby geboren.

Mit 14 Jahren besaß ich eine Voigtländer mit eingebauten Belichtungsmesser. Dann folgte mit 18 meine erste gekaufte Spiegelreflexkamera. Eine Minolta mit Zeitautomatik. Danach folgte eine weitere Minolta X700 mit Mehrfachautomatik und manuellen Focus.

Erst spät fing ich an mich mit den digitalen Kameras zu beschäftigen. Ich kaufte mir eine digitale Pocketkamera. Danach folgten bessere Bridge-Kameras. Es war zwar toll die Bilder direkt anschauen zu können, aber die Ergebnisse, die fummeligen Einstellungen u. die pixeligen Sucher ließen das Feeling nicht aufkommen. Erst mit Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera, einer EOS 450D kam das gewohnte Feeling zurück. Seit 2016 bin ich Besitzer einer EOS 6D Vollformatkamera. Das ständige mitschleppen meiner schweren Fotoausrüstung, oft von Handyknipsern bemitleidet, stört mich nicht. Es ist ja mein HOBBY.