Vor einigen Jahren besuchte ich das Gasometer in Oberhausen. Von Oben ergaben sich einige schöne Motive und Panoramaaufnahmen. Ich begab mich auf Motivsuche und stellte mein Stativ auf. Schaute durchs Okular, und bastelte an meinen Einstellungen herum. Plötzlich hörte ich hinter mir ein Auslösegewitter. Ich schaute mich erschrocken um, und sah eine junge Dame mit einer Spiegelreflexkamera, wie sie mit ausgestrecktem Arm, ohne zur Kamera zu schauen, um den Turm ging, und in Dauerauslösung Panoramafotos schoss. Nach dem Motto, ein Foto wird schon was werden. Ist das Liebe zur Fotografie!
Da musste ich an die Zeit meiner Kindheit denken, wo ich mit meiner ersten Kamera 8 Fotos auf den Rollfilm zur Verfügung hatte.

Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, nehmt euch Zeit fürs fotografieren. Es gibt nicht schlimmeres, seltene Motive oder Lichtstimmungen vor der Kamera zu bekommen, die hinterher nichts geworden sind. Gerade Unschärfen oder mangelnder Bildausschnitt lassen sich nicht mit einem Bildbearbeitungsprogramm reparieren. Es gibt natürlich Situationen wo man schnell reagieren muss, wie z.b. bei Sport oder Schnappschuss aufnahmen.  In diesem Fall verwende ich ausnahmsweise die Automatikeinstellung Motivprogramm Bewegungsaufnahme.

Zu diesem Thema möchte ich nur noch einen Dank an meine Frau aussprechen, die mich unterwegs geduldig mit meinem Hobby begleitet.